Teil eines Werkes 
Bd. 1 : Abt. 2 (1832) Elemente der technischen Chemie
Entstehung
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Darstellung des Zinkblechs. Eisenschaften des Zinks. 19

so, dafs nur eine gelinde Hitze hervorgebracht wird, auf einen gehöri- gen Grad erhizt: der Arbeiter probt die Erwärmung empirisch da- durch, dafs er auf die heilsen Platten spuckt, wenn der Speichel in Kügelchen längs der Oberfläche sich bewegt und verdampft, so sind sie gehörig warm; eine andere Probe ist die, dafs der Arbeiter mit fla- cher Hand darauf schlägt. Auch die Walzen des Walzwerks müssen eine Temperatur von 100° haben, welche sie nach und nach erhalten, wenn man starke Platten auf ihnen walzt. In 12 Stunden walzt man 12 bis 14 Centner grofse Platten, 6 Fuls lang, 2 Fufs breit, von denen 10 bis 11 einen Centner wiegen, dagegen 24 bis 25 Centner Platten von 3 F. Länge, 2 F. Breite, von denen 14 bis 15 auf einen Centner gehen; 1 Scheffel Steinkohlen wird auf jeden Centner Zinkblech zum Anwärmen und Umschmelzen gerechnet; nach dem Walzen werden die Bleche nochmals in den Abwärmeofen gebracht, In den Niederlanden bedient man sich zum Anwärmen des Zinks, um eine steis gleichmäfsige Temperatur zu bedingen, der Salzauflösungen, die man in Pfannen ko- chend macht, in welche die Platten gelegt werden,

[Zink läfst sich auch zu Draht ziehen, dazu gehört aber ein sehr schmei- diges Metall; man hat ziemlich feine Nummern gezogen, so fein wie der dünnste Zwirn, wie auch eine Probe in der Fabrikatensammlung des Königl. Gewerbinstituts beweist; Zinkdraht findet jedoch keine Anwen- dung. Zinknägel fertigt man auf dem Kupferhammer zu Neustadt-Ebers- walde, in Lüttich u. a. a, O.; zu dem Ende wird Zinkblech in dünne Streifen geschnitten, erwärmt, durchs Schmieden zugespitzt, nach der Länge der Nägel abgehauen, und an die so erhaltnen Stifte in einem Gesenk, wie bei den Nagelschmieden, auf einem Ambos die Köpfe an- geschmiedet. Man hat Zinknägel zum Befestigen von Zinkblech bei Be- dachungen angewendet, weil dieselben keine elektrische Erregung, im Ver-

gleich mit eisernen oder kupfernen Nägeln, bedingen(vergl. I, S. 211.):]

Eigenschaften des Zinks. Das Metall besitzt eine bläulichweifse Farbe, einen blättrigen Bruch, starken Glanz, läuft aber an feuchter Luft leicht an und bedeckt sich mit einem schmutzigweilsen, asch- grauen Ueberzug(Oxyd), welcher die fernere Einwirkung des Sauer stoffs der Luft hemmt; sein specif. Gewicht beträgt 6,861 bis 7,1, das des gewalzten Zinks 7,19 bis 21; Zink ist weit weniger dehnbar als Blei und Zinn, es kann durch Hammerschläge zertrümmert werden, beson- ders leicht in der Kälte und bei einer Erhitzung auf 200°; wenn man aber dasselbe innerhalb 100° bis höchstens 150° erwärmt, so ist es hämmer- bar, läfst sich auswalzen, strecken, auch kann man es zu Draht ziehen Nach Musschenbroek trug ein Zinkdraht von 2 Millimeter Stärke ein Gewicht von 12,72 Kilogramme, nach Guyton de Morveau aber 101,7

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