Oberschlesischer Zinkofen. 15
Wärmeleitern, Asche etc. ausgefülit; m, m die Rostbalken, auf welchen die Roststäbe n ruhen; o der tiefe Aschenfall, um einen starken Zug zu erzeugen. Zum Anfeuern dienen Steinkohlen,
Fig. 12 Längendurchschnitt eines Muffelhalses, Fig. 13 Vorderansicht desselben, a, viereckige Oeffnung inı Vordertheil, um mit einer Schau- fel die Ladung eintragen zu können. Fig. 14 Längendurchschnitt des Vorstofses?, welcher durch eine quadratische Oeffnung ın der Heerd- sohle q hindurchgeht, die Zinkdämpfe und Tropfen nach der Vorlage p leitet. Fig. 15 Vorderansicht der Vorsetzplatte r, mit welcher jede Muf- fel nach vorn geschlossen wird; sie hat 2 Ausschnitte, der obere s nimmt den Hals der Muffel auf, der untere t wird zum Reinigen derselben benutzt, und ist während der Destillation durch eine Thonplatte ver- schlossen, siehe Fig. 11. Fig. 12 bis 15 einschliefslich sind-nach einem doppelten Mafsstab gezeichnet. Fig. 20 bis 22 stellen den Ofen zum Urschmelzen des VWVerkzinks dar, und zwar Fig. 20 dıe Vorderansicht, 21 einen Querdurchschnitt, 22 eine Ansicht von oben. a Heitzthür, b Rost, ce Feuerbrücke, d Fuchs, e Schornstein, f, f,£ Schmelzkessel aus Gufseisen.]
Sobald die neuen Muffeln aus dem Anwärmofen glühend in den Zink- ofen gebracht worden sind, werden sie erst ohne Beschickung der stärk- sten Hitze ausgesetzt, dann durch die untere Oeffnung t in der Vorsetz- platte r mit 4 Centner gerösteten Galmei und dem Volum nach ebenso viel Cinders(kleine durch den Rost gefallne Coaks,# Centner am Ge- wicht), und einigen Pfund Zinkoxyd und Schlacken vom Umschwmelzen, welche vorher unter einander gemengt werden, beschickt; der Hals an die obere Oeflnung s angesetzt, die untere t geschlossen, und alle Fugen mit Thon verstrichen. So wie nun die Hitze steigt, erfolgt die Reduction des Zinkoxyds, das Metall geht in Dampfform durch den Hals, wird hier tropfbar flüssig und fällt durch die untere Oeflnung des- selben durch den Vorstols# in die Vorlage p. Es ist nicht zu vermei- den, dafs ein Theil des Zinks bei dem Zutritt der Luft verbrennt, daher denn auch weilses Zinkoxyd sich mit in dem Zinkbehälter ansammelt, und in den Hälsen absetzt, auch fliegt in dem Hüttengebäude lockeres Zinkoxyd,(Lana philosophica!) umher; man rechnet, dafs 2 bis 42 Zink zu Oxyd verbrennen. Nach 24 Stunden ist die erste Post abgetrieben, man trägt eine zweite durch die vordere Oeffnung a in den Hälsen mit- telst eigens geformter schmaler Schaufeln ein, ohne die Rückstände vorher auszuziehen. Ist auch die zweite abgetrieben, so wird der Rück- stand durch die untere Oeffnung t in der Vorsetzplatte r der Muffel aus- gezogen, der Hals abgenommen, und wenn es nöthig mit einem neuen vertauscht, dann von neuem beschickt,— Ist der Galmei kadmium-
haltig, so sind die ersten Portionen des übergehenden Metalls sehr reich


