Teil eines Werkes 
Bd. 1 : Abt. 2 (1832) Elemente der technischen Chemie
Entstehung
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Zinkgewinnung in Oberschlesien.

an Kadmium, so wie auch dann zuerst braunes Kadmiumoxyd in diem Behälter sich ansetzt, denn Kadmium ist flüchtiger als Zink. Man hat daher auch seit einigen Jahren in Schlesien das Kadmiumoxy@ enthal- tende Zinkoxyd besonders aufgefangen, und auf Kadmium benutzt; siehe beim Kadmium. Die Ausbeute an Zink ist natürlich sehr relativ, zwi- schen 49 und 31,6% des gerösteten Galmeis, im Durchschnitt rechnet man 40%; auf 1 Centner metallisches Zink gehen 4 Tonnen Steinkohlen auf, auf 100 Centner 3,3 Muffeln, welche verloren gehen.

Das Werkzink(Tropfzink, weil es aus einzelnen an einander gefügten Tropfen besteht) wird in gufseisernen Kesseln, f, f Fig. 21 und 22, welche 10 Centner fassen, umgeschmolzen, um es als Kaufzink in den Handel zu bringen, oder zu Zinkblech auszuwalzen. Bei dem Um- schmelzen ist es nothwendig, jede Steigerung der Temperatur zu vermeiden, weshalb man, wenn das Metall eingeschmolzen ist, neue Portionen hinzu- bringt, um die Masse abzukühlen.(Dafs beim freien Zutritt der Luft Abbrand durch Bildung von Oxyd stattfindet, leuchtet ein.) Man läfst das Zink in gulseiserne Eingüsse laufen, und erhält dadurch zolldicke Platten. Die eisernen Kessel, in welchen das Umschmelzen geschieht, werden dabei stark angegriffen, indem sich Eisen mit Zink legirt, und in Schuppen vom Boden der Kessel ablöst; man kann die Masse auf Zink benutzen, aber das Zink wird auch eisenhaltig.Man hat daher vorgeschlagen, die innere Fläche derselben mit Lehm und Thon zu über- ziehen. Soll das Zink gewalzt werden, so ist es gut, wenn das Metall bei möglichst niedriger Temperatur geschmolzen und in vorgewärmte Eingüsse geleitet wird').

Man gewinnt in Oberschlesien auch aus dem zinkischen Ofenbruch, dort Schwamm genannt, einem unreinen Zinkoxyd, welches sich in den Schächten der Eisenhohöfen um die Gicht herum ansetzt, und von Zeit zu Zeit ausgebrochen wird, Zink, welches etwas mehr Blei enthält, als das aus dem Galmei erzeugte. Diese Ofenbrüche liefern mehr Zink, als der Galmei, und aus ihnen stellte man auch zuerst Zink, früher als aus Galmei, dar.

[Beschreibung der Lydognia-Zinkhütte in K. A. f. B. u. H. Bd. 2. H. 2. S. 66; der schlesischen Zinkhütten von Perdonnet in den Annal. de Vindustr. franc. T.4. p. 305.

Im Jahr 1823 wurden in Oberschlesien 148,358 Centner WVerkzink, und aus diesem 127,500 Centner Kaufzink gefertigt,(148 Schmelzab- gänge), 1 Ctr, 875 Pf. Zinkoxyd gewonnen; hiezu wurden 606,000 Ctr.

Galmei

*) Mentzel Versuche die Sprodigkeit des Zinks zum Behuf des Wal- zens zu beseitigen, in K, A, f, M. 6. etc, Bd. 1. Ss, All.

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