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Englischer Zinkofen, Kärnthner Zinkofen. 11
Aschenfall. Die Häfen h, h,'h haben in der Mitte des Bodens ein Loch, welches bei der Besetzung mit Galmei und$ Kohlen mit einem Holz- pfropfen geschlossen wird, dessen Kohle dann, wenn digllitze steigt, das Ausfliefsen des flüssigen Zinks und der Beschickung verländert, Die Heerdsohle, i,i, aufwelcher die Tiegel stehen, ist unter jedem durekbrochen, so dafs man zur Oeflnung im Boden derselben von unten vermöge an- gelegter Gewölbe gelangen kann; in der Oeffnung der Tiegel ist ein nach unten konisch verjüngtes Rohr von Eisenblech, k, befestigt, an welches, wenn die Destillation anhebt, ein langes Blechrohr angeschoben wird, in welchem sich die Zinkdämpfe zu Tropfen condensiren und in ein unter- geseiztes Gefäls mit Wasser,], fallen. Das Besetzen der Tiegel geschieht von oben durch eine im Tiegeldeckel befindliche Oeffnung, welche so lange beim Anfeuern offen bleibt, bis eine bläuliche Farbe der Flamme eine Verflüchtigung von redueirtem Zink anzeigt; darauf wird die Oefl- nung mit einer Platte von feuerfestem Thon, m, verschlossen. Die eisernen Röhren versetzen sich nicht selten durch das erstarrende Metall, sie müssen daher von Zeit zu Zeit mit einem glühenden Eisen geräumt wer- den. Das gesammelte Werkzink wird dann in eisernen Kesseln umge- schmolzen, wobei man die Oberfläche des schmelzenden Metalls mit Kohlenstaub bedeckt; das als Nebenproduct gewonnene Oxyd wird zur wiederholten Reduction bestimmt, und das Metall in Eingüsse ausgegos- sen. Ist die Destillation beendet, so wird die Röhre vom Tiegelboden abgenommen, die Kohle durchgestofsen, und der sämmtliche Inhalt des Tiegels entleert. Im Durchschnitt hält ein Tiegel 4 Monate aus. Die Zinkgewinnung beträgt 40, 335, bis 25% des Galmeis.
[Mosselmann in K. A. f. B. u. H. Bd. 13 S. 357.— b,«) Destillation in senkrechten Röhren, wie es in Kärpthen üblich war, und im Banat zu Dognaska betrieben wurde. Diese Einrichtung hatten die Zinkhütten zu Döllach bei Greifenburg, zu Grofskirchheim und Laı- nach, in welchen man den Galmei von Raibel und Bleiberg zugutemachte, Es waren in vier aneinander gebauten Flammöfen senkrechte irdne Röhren in 10 Reihen, jede zu 16 Stück, aufgestellt, welche mit der engern Endigung durch die Heerdsohle hindurch nach einem unter die- ser befindlichen Gewölbe reichten, in welchem die Zinkbehälter aufge- stellt waren. Damit die Beschickung dieser Röhren nicht unten durch- fallen konnte, wurden in die letztern eiserne Kränze eingelegt, die in der Höhe der Heerdsohle lagen; auf diese trug man das Gemeng von Galmei und Kohlen ein,(Man setzte auch wohl noch Salz hinzu, auch besprengte man das Gemeng vorher mit Pottaschenauflösung!) Jeder Ofen war auf 160 Röhren eingerichtet, es wurden aber nicht so viele ın Thätigkeit gesetzt, indem man gleichzeitig neu angefertigte Röhren brannte
und leer einsetzte; jede Röhre falste 20 bis 21 Pfund der Beschickung.


