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seidenartigen Härchen besteht; an dem Blattstiel stehn zwey kleine Drüsen, und die Blatt-Ansätze sind sehr
klein und fast pfriemenförmig.
Fast noch häufiger ist die Bruch weide, die als Strauch an unsern Gräben wächst. Ihre Blätter sind breiter und größer als bey beiden vorigen Arten: sie sind eigentlich oval-lanzetfrmig, am Rande etwas stumpf gesägt, auf der Unterfläche graulich, und ha— ben am Blattstiel zwey zahnförmige Drüͤsen sitzen. Die Blatt-Ansätze sind lanzetförmig und etwas gebo— gen. Oft fehlen aber so wohl die Blatt-Ansätze als die Drüsen am Blattstiel, und dann ist es freylich sehr schwer, diese Art zu erkennen.
Die ziemlich gemeine Sohlweide(Salix ca- prea) ist sehr leicht zu unterscheiden. Ihre Blätter sind nicht lanzetförmig, sondern eyrund, runzlig, auf der untern Fläche stlzig: der Rand ist nach der Spitze
hin fein gezähnt, aber die Zähne werden gegen die
Grundfläche immer stumpfer und gehn in wellenför⸗ mige Ausbiegungen über. Die Blatt-Ansätze sind halbherzförmig, kurz gezähnt und etwas nach dem Blattstiel gebogen. Auch die geöhrte Salbeyweide ist leicht zu unterscheiden. Sie wird nur ein drey bis fünf Fuß Zweyte Sammlung. 23


