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gen die Erde krümmt, wie der Fasanenstrauch; aufwärts gebogen, wenn der untere Theil auf der Erde liegt, der mittlere sich in die Höhe biegt, und der obere gerade steht, wie einige Cytisus⸗Ar⸗ ten; übergebogen, wenn der obere Theil hori⸗ zontal gekrümmt ist, wie bey der üͤbergebogenen Si⸗ lene; nickend, wenn der obere Theil gegen die Erde gekrümmt ist, wie die Thränenweide. Man unterscheidet ferner den rankenden und winden⸗ den Stengel. Jener steigt an Bäumen und andern Gegenständen in die Höhe, und hängt sich mit Ga⸗ beln oder Würzelchen fest, wie der Weinstock. Diese Gabeln oder Ranken sind also fadenförmige Kör⸗ per, die gemeiniglich gewunden sind und sich an be⸗ nachbarte Kötper anhängen oder um sie schlingen. Sie sehn sie bey der Wicke(Fig. 1) an der Spitze des gesiederten Blattes. Der windende Stengel aber schlingt sich entweder rechts oder liüks um die Kor⸗ ver herum; und solche Gewächse heißen deßwegen Schlingpflanzen, wie unser rother Convolvulus.
2. Auch die Art der Zertheilung wird durch bestimmte Kunstwörter ausgedruckt. Man hat ga⸗ belstige Stengel, Wo allemahl nur zwey Aeste aus dem Stamm hervor kommen, von welchen sich ie—


