Teil eines Werkes 
2 (1802) Von der Kunstsprache und dem System
Entstehung
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Sie diese Beschreibung mit der Natur vergleichen: Die Pstanze kommt aus einer ächten Zwiebel(Th. 1.

S. 249. 250.) hervor, welche unter sich faßerige Wur⸗

zeln, über sich bloße Blätter und den Blumenschaft, ohne eigentlichen Hauptstamm treibt. Die Blätter sind länglich, unten und oben gleich breit, ausge⸗ höhlt, glattrandig, glatt, mit feinen Nerven versehn, an der Spitze etwas stumpf, und umfassen mit der Grundfläche scheidenartig den Schaft. Der letztere ist blattlos, ziemlich rund, wenig länger als die Blätter. Der Blüthenstand ist eine Traube. Unter den einzelen Blumenstielen stehn ungefärbte, schup⸗ penartige Deckblättchen. Die Blumenkronen haben keinen Kelch, sind überhängend, bestehn aus einem Blatte, welches an der Grundfläche bauchig erwei tert, in der Mitte etwas verengt ist und sich oben sternförmig in sechs Einschnitte ausbreitet. In der verengten Röhre der Blumenkrone sitzen sechs läng⸗ liche, in zwey Oeffnungen nach innen aufspringende schwärzliche Antheren, auf sechs kurzen, breiten, häu⸗ tigen Staubfäden. Der Pollen ist schwefelgelb, und besteht aus länglichen, an beiden Seiten zugespitzten, mit einem dunkeln Querstriche versehenen Körnchen. In dem bauchigen Grunde der Blumenkrone ist der