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sagen wollen. Sonst aber wähle ich lieber den frem⸗ den Ausdruck statt des zweydeutigen deutschen. Ich halte es für eine eben so große Ziererey, wenn man durchaus kein fremdes Wort in unsere Sprache auf— nehmen, als wenn manu alle Kunst-⸗-Ausdrücke latei⸗ nisch geben will, ungeachtet unsere Muttersprache eben so bestimmt und reich ist, als die lateinische.
Um sich in der Kenntniß der Kunstsprache fest zu setzen, ist es nothwendig, daß man die Ausdrücke bey allen vorkommenden Pflanzen anwendet. Man nimmt zu dem Ende irgend ein beliebiges Gewächs vor, und beschreibt es mit allen Kunst-Ausdrücken so genau als möglich, um sich in der Anwendung derselben zu üben. Ist die Beschreibung gemacht, so kann man sie mit der Beschreibung derselben Pflänze in irgend einem guten Schriftsteller vergleichen und darnach die Fehler verbessern. Auf solche Art erwirbt man sich in kurzer Zeit eine größere Fertigkeit in der Kunstsprache, als wenn man die bloßen Wörter aus⸗
wendig lernen wollte.
Ich will Ihnen zum Beyspiel die gemeine Hya⸗ einthe, die Sie gewiß itzt in Ihrem Fenster stehen haben, kunstmäßig beschreiben; und ich bin gewiß, daß Sie mich hinreichend verstehen werden, wenn
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