Teil eines Werkes 
1 (1802) Von dem Bau der Gewächse und der Bestimmung ihrer Theile
Entstehung
Einzelbild herunterladen

418

Wenn die nordlichen Pflanzen eines geringern Gra⸗ des von Wärme bedürfen; so muß man solchen Saa⸗ men, die aus tropischen Gegenden kommen, desto mehr Wärme geben. Man sucht den Abgang der

natüͤrlichen Wärme in unserm Klima durch künstli⸗

che Hitze zu ersetzen, allein die Erfahrung lehrt, daß damit nicht viel gewonnen wird. Und es ist daher gar nicht rathsam, die Mistbeete zu früh anzulegen, ehe die Sonne die nöthige natürliche Wärme in der Atmosphäre bewirkt hat.

Auch das Licht ist ein Beförderungsmittel des Keimens. Aber es gehött ein sehr gemäßigter Grad seiner Wirkung dazu, um wenigstens nicht in dem Aufange des Keimens eine Ueberreizung hervor zu bringen. Die meisten Saamen keimen am ehesten im Schatten und in der Dämmerung. Die Alpen⸗ Pflanzen, die Aurikeln und andere feine Saamen

müssen durchgehends so ausgestreut werden, daß die

volle Sonne sie nicht trifft. Man stellt die Saa⸗ mentöpfe deßwegen gegen Norden, oder man bedeckt die Saamen mit Moos, welches noch außerdem den Rutzen hat, daß die Saamen immer feucht bleiben. Das zu starke Licht scheint den keimenden Saamen den Sauerstoff zu rauben, dessen sie so sehr bedürfen,

0 lt hieheh K Ol IN ahn Rhe Rhen Humen m MI Ies 0u M Rue WM W