324 Zwölftes Kapitel.
mehr oder weniger regelmäßige Stücke, die sich in fla⸗ che Seiten endigen, zu zertheilen, ist eine den Thon auszeichnende Eigenschaft; und diese Erdart theilet die⸗ se Reigung allen Mineralien mit, in welche sie sich mischt; man findet sie auch sogar in den Basalten, die, wie wir(§. 183.) gesehen haben, durch das Schmel⸗ zen der mit Thon vermischten Felsarten, nämlich der Hornsteine, hervorgebracht werden.
Die Verwitterung der Granite, die große Stür⸗ zung ihrer Schichten, und zuweilen noch die große Di⸗ cke derselben, sind folglich Ursache, daß die meisten Naturkündiger ihre Structur verkannt haben. Wenn sie aber die Granite an denen Orten, wo sie nicht zer⸗ brochen und in Stücke zertheilt sind, wohl studiren, und erkennen wollen, daß die Natur die stürzenden und selbst vertiealen Schichten mit eben der Regelmäßigkeit wie die horizontalen hervorbringt; kurz, wenn sie bemerken wollen, daß man in den kalkichten Bergen Schichten sieht, die bis 60 Schuh in der Dicke haben:(§. 247.) so getraue ich mir zu glauben, daß sie überzeugt seyn wer⸗ den, wie ich es selbst bin, daß die Granite ursprüng⸗ lich, eben sowohl als die Marmor und die Schiefer, schichtenweise sind gebildet worden.
§. 6o53.


