320 Zwölftes Kapitel.
mit dem Horizont einen Winkel von 30 Graden, indem sie von der nämlichen Seite wie diese Schichten hinab⸗ steigt. Der Granit, woraus diese Ader besteht, hat, wie der von Valorsine, einige geradlinichte Spalten, die sich sehr unregelmäßig durchkreuzen.
Man sieht in eben dem Felsen andere weniger be⸗ trächtliche Adern von Granit, unter denen die großte mit der erst beschriebenen parallel läuft, die andern aber gegen dieselbe schief sind.
Ich beobachtete ähnliche Adern in der blättrigen Felsart selbst am Fuße der Stadtmauer, und unter dem Fußwege, der längs derselben hingeht. Eine darunter, von 14 bis 15 Zoll in der Breite, ist gegen den Hori⸗ zont senkrecht, solwie die Blätter des Felsen. Sie geht unter der Mauer durch, und muß bis in die Stadt hin⸗ eindringen.
Noch näher gegen die Saone, und in dem Innern der Stadt selbst, ist ein Steinbruch von Granit, aus dem man eben, als ich ihn sahe, Steine brach.
ů§. 602. ö Aehnliche zu Semur gemachte Beobachtung.
Endlich habe ich zu Semur in Auxois eine den vorhergehenden ähnliche Beobachtung gemacht, welche eben dieselbe Wahrheit bestätigt, daß sich nämlich der Granit durch die gemeinschaftliche und gleichzeitige Kry⸗ stallisirung von zwey bis drey verschiedenen Steinarten bilden kann.
Der Granitfels, auf welchem diese Stadt gebauet ist, zertheilt sich von Natur in große Massen, die sich in flachen Seiten endigen, und hier und da durch Spal⸗ ten von einer gewissen Breite abgesondert sind. In Pa — en
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