Teil eines Werkes 
2 (1781) Horatius Benedictus von Saussure, Professors der Weltweisheit zu Genf Reisen durch die Alpen. 2
Entstehung
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304 Eilftes Kapitel.

Man sieht zwischen diesen Schiefersteinen einige Bü⸗ Del schel von einer kleinen, sehr seltenen Glockenblume(Cam- bang

panula uniflora). Dies ist die einzige Pflanze von dem sem

gern

Buet, die ich nicht auch auf den Bergen, die das Thal

von Chamouny umgeben, gefunden habe. Ich wer⸗ hrme de anderswo von den merkwürdigsten Pflanzen dieser och Berge reden. tn 6 von snd, 9. 383. tin e Dritte Steinart: Kalkstein mit Sandstein e di vermischt. sind y Unter diesem Schiefer findet man einen Felsen, der 2 aus einer kalkichten Steinart besteht und der von dem 39 8 Gipfel ähnlich ist, deren Farbe aber weniger dunkel, Wal das Gewebe oder die Tertur dichter, und die Schich⸗ 10 ten ebener sind. Man bemerkt zwey sonderbare Er⸗ W scheinungen daran. Die eine derselben ist diese, daß die Abschnitte der Blätter dieser Steinart, sobald sie den Einflüssen der Luft ausgesetzt sind, sich in kleine sn Verkröpfungen, oder abgerundete, hervorragende Rän⸗ 0 der endigen, die ungefähr eine Linie dick, und unter sich nien vollkommen parallel sind. Diese hervorstehende Rän⸗ 25 der sind gelblicht weiß, da der übrige Theil des Steins 0 dunkelgrau ist. Wenn man die Blätter dieser Stein⸗ dohn art zerbricht, so zeigen sich einige, in welchen man eine ich, weißlichte Schicht unterscheidet, die mit diesen Rän⸗ 91

dern übereinstimmt; andere scheinen von innen sich voll⸗ kommen gleich und homogen zu seyn.

Wenn man diese Steinart in dem Scheidewasser sieden läßt, so löset sich der Theil, dessen Farbe am dunkelsten ist, vollständig auf, ausgenommen ein klei⸗ ner schwarzer Rest, der mit ein wenig Sand vermischt N ist; die weißen Verkröpfungen aber, und der innere 0N Theil.