Der Mole. 267
ae in näher an der Ebene liegende Weiden herab treibt. M. Wenn aber endlich der Winter gekommen ist, und der Bu Schnee das Gebirge schon ziemlich bedeckt hat, wählt Ii man einen schönen Tag; das junge Volk aus dem Dor⸗ klinn fe versammlet sich an demselben auf dem Berge, packt dies Heu in große aus Stricken verfertigte Netze, und Lan giebt dem Gepäcke eine kuglichte Form, läßt hierauf uun diese Gebünde den Berg hinunter rollen, und zeigt eine 41. Freude und Munterkeit dabey, die bey den prächtigsten Wit Stadtfesten gewiß selten oder gar nicht gefunden wird.
Dih Die Stäffel, wovon die Rede ist, sind kleine Hüt⸗ mi ten, mit niedrigen, trockenen und ungepflasterten Mau⸗ nahh,
ren aus zusammengelegten Steinen gebaut. Der ganze Hasn untere Raum dieser kleinen Gebäude macht nur ein ein⸗
Vlsch, ziges Zimmer aus, dessen eine Hälfte das Vieh im WOten Trocknen hält, und die andere von dem Hirten und sei⸗ R ner Familie bewohnt wird. Die achtzehn Zoll hohe —— Krippe macht die Absonderung zwischen dem Vieh und i seinen Besorgern. Die Kühe sind an derselben ange⸗ bunden, und können also bequem ihre Köpfe in die Kü—
NN che des Hirten herüber strecken. Eben diese Krippe vh g⸗ dient zugleich der Hirtinn zu einem Sopha, wo sie sich, zwischen den Köpfen ihrer Kühe sizend, dem Feuer ge—
kn genüber befindet. Da liebkoset sie ihr Vieh in müßi⸗ bslet gen Stunden, schlägt ihre Arme freundschaftlich um den ider Ei Hals einer Kuh, und so sieht man oft Auftritte, die des fns Pinsels eines Tenier würdig wären. Da das Feuer r gegen die Mauer hinbrennt, so wäre ein Camin ein un— If nöthiger Aufwänd; der Rauch gehet durch die Mauer— det, daß fugen und das Dach hinaus. Ein beweglicher hölzer— sech⸗ ner Arm trägt den kleinen Kessel, worinnen der Käse ge— am macht wird, und wenn man ihn heraus genommen hat, 1980 so kocht man die Molke zum zweytenmal mit einem stär⸗ Nibet kern Abscheidungsmittel(prélure), welches eine zweyte
Art von Käse heraus bringt, die in der Landessprache Serai


