268 Zehntes Kapitel.
Serai oder Serac(bey den deutschen Alpenhirten aber Zieger) genennt wird. Die übrige Molke, welche auf— behalten wird, dient, das grobe trockne Haberbrodt weich zu machen, welches die vorzüglichste Nahrung des ar— men Landmanns in Savoyen ausmacht. Ein kleiner Behälter in einer Ecke dient zur Auf bewahrung der Milch; und über den Kühen wird durch schlechthin ge— legte Breter gleichsam ein zweytes Stockwerk formirt, worauf ein wenig Heu zum Bette der Herrschaft liegt.
Wenn ich auf den Bergen übernachte, überlassen diese guten Leute mir dieses zweyte Stockwerk, welches zu klein ist, um sich theilen zu lassen, und schlafen bey einem Nachbar. Die Sorge für die Heerde ist gemei⸗ niglich den Weibern anvertraut, weil die Männer unten im Thale in Heu- und Erndtegeschäften sich aufhalten. Zuweilen nimmt die Mutter den Sohn oder einen ande⸗ ren Knaben von 12 bis 14 Jahren mit, um die Kühe zu hüten, während sie Käse macht, oder andre Angele— genheiten ihrer kleinen Haushaltung besorgt. Das Le— ben, welches diese Lute hier zu führen haben, ist sehr mühsam. Denn erstlich müssen sie eine Stunde weit her alles Wasser, das sie nöthig haben, auf dem Ko— pfe tragen; hernach müssen sie auch sich auf die jähen Abhänge wagen, wo, über Abgründen, keine Kuh zu stehen vermag, und da das Gras mit einer Sichel ab⸗ schneiden, weil es sonst verloren gienge; dies tragen sie sodann in ihre Hütten, um es zur Nachfütterung für die Kühe zu gebrauchen.
Die größte Mühseligkeit aber, der sie ausgesetzt sind, besteht in den stürmischen Windstößen. Dieselben kom⸗ men von Abend quer durch das Thal des Bornes, des. sen Oeffnung der Berg Mole gegenüber liegt, und sind so heftig, daß sie die Kühe, welche sie zuweilen an dem östlichen Rande des Berges unversehens überfallen, eben so leicht umreissen und über die Abgründe hinabstürzen,
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