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Der Mole. 265
§. 293.
Trift des Mole. Stäffel von la Tour. Bau der⸗ selben. Arbeitsame Lebensart der Wolebewoh⸗ ner. Den Heerden gefährliche Windstöße. Stäf⸗ fel von Aise. Charäkter der Bewohner des Wole.
Die Trift des Mole ist sehr berühmt im Lande. Das Milchwerk und insonderheit der Anken vom Vieh, das da geweidet wird, sind viel fetter und schmackhafter, als die von den benachbarten Bergen. Um deswillen wollen uns auch alle Bauren, die dergleichen Lebensmit— tel nach Genf zum Verkaufe tragen, bereden, sie kämen vom Wole. Die Vortrefflichkeit dieser Trift ist inzwi⸗ schen nicht die einzige Ursache dieses Vorzuges, sondern das wenige Wasser, welches die Kühe daselbst saufen, trägt auch dazu bey. Die nächste Quelle von der Trift ist eine Stunde weit; und es wäre beschwerlich, das Vieh immer dahin zur Tränke zu führen, und noch be— schwerlicher, ihm von dort genugsam Wasser zu holen. Um deswillen müssen die Kühe sich mit dem Morgen⸗ thau statt aller Tränke begnügen, und nur in großer Dürre bekommen sie Wasser. ö
Die meisten. Berge in der Schweiz gehören reichen Eigenthümern oder Gemeinden, die sie an Unternehmer oder Pachter vermiethen. Diese vereinigen oft zwey⸗ hundert Kühe in eine einzige Heerde, die sie von hier und da blos für den Sommer annehmen, und machen in großen zu diesem Ende eingerichteten Hütten Butter und Käse
in großer Menge.) R 5 Der
) Es giebt im Bernischen eine Menge dergleichen Hirten, oder Küher, wie sie im Lande genennt werden, die nicht einer Hand breit eigenes Land besitzen, und doch oft 100 und mehr Kühe haben, mit denen sie im Sommer auf
gemie⸗


