Teil eines Werkes 
1 (1781) Horatius Benedictus von Saussure, Professors der Weltweisheit zu Genf Reisen durch die Alpen. 1
Entstehung
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Der Genfersee. 11

dickt darauf, und bleibt auf den Gipfeln, oder auch in den Thälern auf der Höhe liegen; folglich werden die aus den Alpen herabfallenden Flüsse im Winter nur durch ih⸗ re Quellen und die Regen in den niedrigen Thälern, und durch die kleine Menge von Schnee unterhalten, die die innere Wärme der Erde schmelzt, wo er am dicksten auf⸗ liegt. Im Gegentheil schwellen sie im Sommer an; und nicht allein der die Gebirge in ihrem ganzen Um⸗ fange befeuchtende Regen, sondern auch das Schmelzen des währenden Winters auf eben den Bergen gesammel⸗ ten Schnees ist Ursache davon ½.

§. 15. Verbindung der Rhone mit der Arve.

Die Rhone behält nicht lange die Klarheit, die sie beym Ausflusse aus dem See besitzt. Eine Viertelstun⸗ de von Genf, nachdem dieser schöne Fluß die Gärten un⸗ terhalb der Stadt mit seinem noch reinen Wasser be⸗ netzt, kömmt der Fluß oder vielmehr Waldstrom, die Arve genannt, welcher aus den hohen Alpen in der Nachbarschaft des Montblanc hervorbricht, und ver⸗ mischt die stürmischen Wellen seines trüben Wassers mit der Rhone. Letztere scheint diese Vermischung meiden zu wollen, stemmt sich an das entgegengesetzte Ufer, und man sieht einer großen Länge nach ihr blaues und helles Wasser in eben dem Bette, aber abgesondert von dem grauen und trüben Wasser der Arve, fortlaufen.

§. 16.

Man schlage doch über diesen Gegenstand dasjenige nach⸗ was de Luc in seinen Recherches sur les Modisications de 'Athmosphere sagt, T. I.§. 159. 160. W.