Teil eines Werkes 
1 (1781) Horatius Benedictus von Saussure, Professors der Weltweisheit zu Genf Reisen durch die Alpen. 1
Entstehung
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10 Erstes Kapitel.

§. 13. ün

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Abänderungen in der Höhe des Seewassers. 2 M Die Wasser des Sees sind nicht beständig von glei⸗ cher Höhe; gemeiniglich steigen sie vom April bis in den vah August, und fallen vom September bis in den Decem⸗ inge ber. Der Unterschied der Höhe betrifft gemeiniglich fünf lch. bis sechs Schuh. Herr Fatio sagt:) im Jahr 4705 0 sey der See im Sommer nur mittelmäßig hoch gewe 1 30

sen; doch hätte sich das Wasser nahe am Cravers, und gegen die erste Einfahrt am Hafen von Genf, seit dem achtzehnten März bis zum siebzehnten August um fünf Schuh und einen Zoll mehr erhoben, als es ebendaselbst im vorhergehenden Winter gestanden, und es sey zu

gleicher Zeit fünf und dreyßig Schritte unterhalb der großen Brücke nur um vier Schuh gestiegen: also habe. in einem Raume von etwa zweyhundert und fünf und sie⸗ n benzig französischen Klaftern die Rhone dreyzehn Zoll zu 1. der Senkung(pente) hinzugethan, die man da fünf Mo⸗ 4 nate zuvor wahrnahm. Nach meiner Berechnung, fügt 11 Herr Fatid hinzu, läuft zum wenigsten achtmal mehr i Wasser im Sommer aus dem See, und in gewissen in Jahren auch zehnmal mehr, als im Winter. uih §. 1J.. Ursache davon. Der Grund dieses Unterschiedes ist sehr einfach. AUst Die Höhe des Sees hängt von der Menge Wassers ab, Ra welches die Rhone hinein gießt; die Rhone und alle an⸗ dere einfallenden Flüsse haben ihren Ursprung in den Al pen; auf dem Gipfel der Alpen regnet es aber im Win⸗ ter beynahe niemals; alles Wasser fällt in Schnee ver⸗ N dickt 1 Al

) Histoire de Geneve T. II. p. 463.

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