Teil eines Werkes 
1 (1781) Horatius Benedictus von Saussure, Professors der Weltweisheit zu Genf Reisen durch die Alpen. 1
Entstehung
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Der Genfersee. 9

. 1.

Was die Rhone zurückläßt, arbeitet auf die Ausfüllung des Sees.

Da die Rhone vollkommen hell aus dem See her⸗

ausfließt, und allen Sand und Erde, die sie von den Al⸗

pen losreißt, darin zurückläßt, so gehen diese Ablagen darauf um, nach und nach das Becken des Sees aus⸗ zufüllen.

Man könnte den Zeitraum berechnen, innerhalb wel⸗ chem dies Werk ganz zu Stande kömmt. In dieser Absicht müßte man die Anzahl von Cubieschuhen Was⸗ ser berechnen, welche die Rhone in verschiedenen Jahrs⸗ zeiten in den See ergießt, und dann auch die Menge von Sediment, welches unter angegebenen Umständen in einem Cubieschuh von diesem Wasser enthalten ist. Auf diese Weise hätte man die Summe von dem Sedi⸗ ment, welches die Rhone in Zeit von einem Jahre nie⸗ derlegt. Wenn nun andern Theils man durch östere Einsenkungen des Bleylothes die Größe und den Raum des Beckens herausgebracht hätte, welches mit dem See⸗ wasser angefüllt ist, so würde man daraus ersehen, wie viel Jahre zu seiner Ausfüllung nöthig wären.

Um in dieser Untersuchung mit der größten Genau⸗ igkeit zu Werke zu gehen, müßte man auch Rechnung über die Sedimente führen, die die Rhone aus dem See mit sich fortreißt, wenn starke Nordwinde(biles) das Wasser bis auf den Grund bewegen, und den Strom auch in seinem Ausflusse trübe machen: aber man darf annehmen, daß der Abgang dieser geringen Materie durch den Zusatz von derjenigen ergänzt wird, welche die Dran⸗ se, der Vengeron, die Versoix und andere kleine Bä⸗ che, die in den See fallen, darin abladen.

A 5§. 13.