Teil eines Werkes 
4 (1820) Die altenburgsche Landwirthschaft / beschrieben von Friedrich Schmalz
Entstehung
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nach richtigen Grundsätzen im Großen; er beschreibt die Teichwirthschaft mit vieler Umsicht sehr richtig, und ich ver⸗ weise deshalb diejenigen Leser, welche dieser Zweig der Landwirthschaft interessirt, auf dieses Werkchen hin. Man verfährt auf den altenburgschen größern Teichfischereien, besonders in Weißbach, nach denselben Grundsätzen, welche in genannter Schrift ausgesprochen sind.

Wer nur einen oder einige Teiche besitzt, der kauft auf Gütern die große Fischereien besitzen, den Satz, und läßt ihn entweder ein ober zwei Jahr in seinem Teiche stehen, bis er die rechte Größe zum Verspeisen erhielt.

Man zieht größtentheils Karpfen, und diese gemei⸗ niglich von besonderer Güte; doch auch nebenbei in manchen Teichen Hechte und Schleihen. Karauschen finden sich ge⸗ nug, werden aber immer, wie beim Acker⸗ und Gartenbau das Unkraut geschätzt.

Wer selbst Fische zieht, hat auch gewöhnlich, entwe⸗ der, im Fall er fließendes Wasser, durch Röhren herbei⸗ geleitet, auf dem Hofe, oder an, oder in dem nahen Bach einen Fischkasten, worin er das ganze Jahr hindurch Fische halten kann; gemeiniglich werden diese Fische im Fischkasten mit Brod oder Biertrebern gefüttert. Auch mehrere Landleute, die keine Fische ziehen, haben einen Fischkasten; sie kaufen sich im Herbst, zur Fischzeit einen oder mehrere Steine Fische, die sie in ihrem Fischbehäl⸗ ter aufbewahren, um zu jeder Zeit nach Belieben, Fische genießen zu können. Es giebt aber auch in mehreren Ge⸗ genden Fischhändler, die Fische im Herbste aufkaufen, sie in großen Fischkasten aufbewahren, und dann im Einzelnen pfundweise wieder verkaufen. Dies ist eine herrliche Ein⸗

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