Siebenzehnter Abschnitt. Fischerei und Teichwirthschaft.
Die Fischerei in fließendem Wasser ist von keiner großen Erheblichkeit; die Pleiße und alle übrigen Bäche geben nur kleine Fische, besonders viele und schöne Schmerlen und Krebse. Diese kleinen Fische fängt man größtentheils in Reisen aus Weiden geflochten; sie werden nach dem Maß zu Hochzeiten und Kindtaufen verkauft.
Die Teichwirthschaft aber ist in manchen Gegenden sehr erheblich. In der Gegend Treben und Haselbach sind sehr viele und sehr ergiebige Teiche; auch das Rittergut Weißbach hat schöne Teichsischerei. Einzelne Fischteiche hat nicht allein fast jedes Kammer⸗ und Rittergut, sondern auch viele Bauern haben Teichfischerei; zuweilen haben Ge⸗ meinden zusammen einen oder mehrere Teiche.
Auf Gütern, wo eine vollständigere Fischerei vorhanden ist, verfährt man nach richtigen Grundsätzen und hat es zu einer großen Vollkommenheit gebracht. Wollte ich die altenburgsche Teichwirthschaft beschreiben, so würde ich am leichtesten wegkommen, wenn ich das vortreffliche Buch meines Freundes Teichmann„Ueber Teichfische⸗ rei, Leipzig 1812. bei Engelmann“ zum größten Theil ausschriebe. Der Hr. Verfasser dieser Schrift betrieb meh⸗
rere Jahre in der Nähe von Allenburg die Teichwirthschaft
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