Teil eines Werkes 
4 (1820) Die altenburgsche Landwirthschaft / beschrieben von Friedrich Schmalz
Entstehung
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meistens werden jetzt nur Kartoffeln mit geringem Zusatz an Getreide verbrannt.

Im Ganzen sind wenig Brennereien, und keine wird in großer Ausdehnung betrieben; ich glaube, es ist keine, die alltäglich mehr als 60 Quart Branntwein liefert, die mehresten werden täglich nicht viel über 30 Quart Brannt⸗ wein brennen.

Es wird nicht viel Branntwein, und der wenige mei⸗ stens nur über etwas abgezogen, versüßt und folglich als Likör getrunken.

Der Bauer trinkt in der Regel den Branntwein nur als Arznei; Pommeranzen⸗ und Wachholderlikör ist der be⸗ liebteste, nächst dem der Kümmel⸗ und Kirschlikör. Bier ist das beliebteste Getränk, und mancher genießt hiervon viel, doch wird Trunkenheit von den Meisten ängstlich vermieden.

Ziegelei und Kalkbrennerei.

Es sind viele Ziegeleien im Altenburgschen, welche in der Regel mit den Ziegeln zugleich auch Kalk brennen.

Die Oefen sind meistens sehr zweckmäßig, und viele auf

das Brennen mit Braunkohlen eingerichtet.

Man bereitet vorzüglich schöne Mauer⸗, Pflaster⸗ und Dachziegel; letztere sind die sogenannten Bieberschwänze und Forstziegel. Die Dachpfannen sind in ganz Obersach⸗ sen schon längst verworfen, und nur auf einigen sehr alten Gebäuden findet man sie noch. Die Bieberschwänze werden gewöhnlich ungemein gut und zweckmäßig mit Dachspänen, von den aus Böhmen kommenden Dach⸗ deckern, das Täusend für ungefähr 16 Gr. aufgedeckt. Ein solches Dach liegt länger als ein Menschenalter, fast

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