Teil eines Werkes 
4 (1820) Die altenburgsche Landwirthschaft / beschrieben von Friedrich Schmalz
Entstehung
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Wenn man im Altenburgschen neu ist, oder blos durchreiset, so muß natürlich das Ungewohnte und das W von den übrigen Bewohnern Obersachsens grell Abstechenbbe schd der altenburgschen Bauertracht sehr auffallen, und ich Ihn kann es Reisenden nicht verdenken, wenn sie in ihren her⸗ o u ausgegebenen Tagebüchern Glossen darüber machen. tuat, Aber sieht man diese Tracht täglich, und lernt man das Völkchen, was sie trägt, überhaupt näher kennen, so wird mit man nicht allein die Tracht gewohnt werden, sondern schi man findet am Ende Gefallen an ihr. Die Gesichter der thun in der Regel von Gesundheit strotzenden Bauerweiber neh⸗ stiner men sich in dem gewöhnlichen Kopfputze gar nicht schlecht Witkl aus; die schwarze Farbe des breiten Bandes, was an den tt! Wangen anliegt und am Kinn in einer Schleife endet, und. so dem Gesichte eine angenehme längliche Form giebt, hebt schet den weißen Teint, den sie sorgfältig durch Strohhüte, 00 Schirme und dergleichen zu erhalten wissen, und das Kar⸗ unn min der Wangen gar sehr. El

Das Knappe und besonders Reinliche, dabei sehr ghet Bequeme der Tracht, vornehmlich die, an die vollen run⸗ um den Arme gezogenen kurzen und engen Aermel macht sie gen gefällig. An den kurzen bis knapp unter die Knie gehenden Bank Röcken haben mehrete Reisende, freilich mit einigem Recht, Hack ein großes Aergerniß gefunden; doch denken die altenburg⸗ nin, schen Schönen nichts Arges dabei, wenn sie so ihre runden gung Waden zur Schau lragen. Sie verbergen und schützen licht um so sorgsamer ihren Busen, der sonst so gern von Vie⸗ siten len des schönen Geschlechts, entweder halb euthüllt ode doch nur scheinbar versteckt den lüsternen Augen darge⸗ 9h di stellt wird. ich h

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