Teil eines Werkes 
4 (1820) Die altenburgsche Landwirthschaft / beschrieben von Friedrich Schmalz
Entstehung
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Dieser Boden ist ziemlich bindend, und die Witterung will bei dessen Bestellung sehr in Acht genommen seyn. Die kleinen Eisensieine finden sich auf manchen Stellen noch häufiger als oben angegeben ist, und da wird der Boden am unfruchtbarsten befunden. Auch soll der Mist an sol⸗ chen Stellen besonders schnell verzehrt werden, und seine Wirkung kaum ein Jahr dauern, weshalb man in jener Gegend die Okersteine Mistfresser heißt. Nur durch die unermüdete Thätigkeit des vorigen Verwalters, Herrn

Beier, zwang man ihm einen sehr leidlichen Ertrag ab.

Es geht übrigens diesem Boden, wie allen unfruchtbaren, es wachsen nämlich in der Regel auch wenig Unkräuter dar⸗ auf; die perennirenden schafft ein guter Wirth weg, und die einjährigen gedeihen darauf nicht sonderlich. Ich fand auf den Haynicher Feldern noch am häufigsten: Filago arvensis, Scleranthus annuus, Polygonum angustifo- liam, Equisetum arvense, Panicum glaucum, Thlaspi hursa pastoris, T. arvense, T. campestre, Centaurea Cyanus, Ornithogalum minimum, und in feuchten Jahren Bromus arvensis.

Beim Dorfe Zschöpel zwischen Gößnitz und Schmölln fand ich Ackerboden mit folgenden Bestand⸗ theilen: 58 pC. Sand und grobe Steine, 40 pC. eisenhal⸗ tigen Thon und 2 pC. Humus.

Dieser Boden hat noch ziemlich viel Bindigkeit, er hat eine hellgraue, ins röthliche fallenbe Farbe. Er zieht das Wasser schnell ein, erweicht sich sehr damit, ohne leicht darin zu zerfallen.

Die Unkräuter, welche ich darauf fand, sind folgende: Anagallis arvensis, Seleranthus arvensis, Sclerauthus