Teil eines Werkes 
4 (1820) Die altenburgsche Landwirthschaft / beschrieben von Friedrich Schmalz
Entstehung
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II

annuus et perennis, Anthemis arvensis, Polygonum angustifolium, Spergula arvensis(sehr häufig), Vio⸗ la arvensis, Thlaspi bursa pastoris, Filago arven- sis und Alsina media(nicht sehr häufig).

Auf diesen Feldern wächst ohne starke Düngung und sehr gute Bearbeitung weder viel Getreide noch Unkraut, und die Fläche, welche solchen oder ähnlichen Boden hat, ist nicht klein. Der Untergrund besteht auf vielen Stel⸗ len aus blauen Letten und häufig trifft man Quellen auf bedeutenden Anhöhen mitten in den Feldern an. Dieser Boden fliegt bei einiger Trockenheit, wenn er aufgelockert ist, leicht davon und ist dennoch bei einiger Nässe nicht zu bearbeiten; und doch gewinnen die fleißigen Eigenthümer diesem Boden einen hohen Ertrag ab. Besondere Um⸗ stände veranlaßten mich, ein Banerngut in Zschöpel in Pacht zu nehmen, ich bin es da gewahr worden, wie müh⸗ selig dieser Boden behandelt seyn will, habe aber auch um so mehr Gelegenheit gehabt, die Industrie der Bauern in Zschöpel, Drößen, Kummer und mehreren andern um⸗ liegenden Dörfern zu bewundern.

Hinsichtlich des Produktenabsatzes hat bas altenburg⸗ sche Ländchen freilich eine vortreffliche Lage, denn nicht al⸗ lein daß im Lande selbst viele Fabriken und viele Handwer⸗ ker wohnen, sondern auch das angrenzende Erzgebirge und ein Theil des Voigtlandes nehmen viele landwirthschaft⸗ liche Erzeugnisse aus dem Altenburgschen.

Die Stadt Altenburg und die nahe liegende Schönburgsche Stadt Glaucha haben belde ansehnliche Getreidemärkte. Hier finden sich viele Aufkäufer ein, wel⸗