Teil eines Werkes 
3 (1817) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 3
Entstehung
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viele ihren Wohlstand diesem verdienstvollen Manne zu verdanken, ohne daß sie es wissen.

§. 966.

Noch ein merkwürdiges Beispiel einer freien Wirth schaft, wobei zwar mehr als J der Ackerfläche dem Fut⸗ lerbau gewidmet ist, doch kein düngergedendes Nebenge werbe betrieben wird, findet sich in Rochsburs, welche der erlauchte Herr Graf von Schönburg dirigirt; ich habe dies bereits schon im zweiten Bande erwähnt, und

mußte nur hier wieder darauf zurückkommen.

9. 967.

Sollte die Viehzucht, wie z. B. in Rochsburg die Schaafzucht, unmittelbar einen sehr hohen Ertrag bringen, so wird es allerdings auch in vielen Fällen vortheilhaft seyn, einen bedeutenden Theil der Ackerflöche dem Futter⸗ bau einzuräumen, denn es kann ja der unmittelbare Ge⸗ winn der Viehzucht die verminderte Körneraussaat ersetzen. Wenn eine Schäferei auf der Stufe der Veredlung steht, wie die Rochsburger, und der Stein à 22 Pfund Wolle mit 38 Thlr., der Bock mit 50 Thlr., und das ausge märzte Mutterschaaf noch zur Zucht für 10 Thlr. sächsisch bezahlt wird, dann lohnt es, die Schaafzucht möglichst aus zudehnen, und vielleicht auf der Hälfte oder einem noch größern Theile der Felder Futter zu bauen. Daß dann bei dem sehr vielen Dünger, den eine im Verhältuiß der vorhändenen Acker fläche so stark betriebene Viehzucht dar bietet, die Wirthschaft in Hinficht der Fruchtfolge um so freier betrieben werden kann, liegt klar am Tage. Hier