Teil eines Werkes 
3 (1817) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 3
Entstehung
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und sie liegen entweder lange Zeit unverfault, oder ihre Zersetzung geht nicht vollkommen vor sich und sie sind daher zum großen Theil unnütz. Der nicht in zu geringer Masse daliegende faulende Mist hingegen theilt ihnen die nöthige Wärme mit, sie verfaulen nun vollkommen und werden zur Pflänzennahrung geschickt. ö

Oft ist saurer Humus im Boden vorhanden, der nicht allein der Vegetation unnütz, sondern sogar schädlich ist; der nicht in zu geringer Quantität aufgefahrne gährende Mist ist geschickt diesen Humus zu entsäuern und ihn zu einer vollkommenen Fäulniß mit fortzureißen. In diesem Fall wirkt daher der reichlich aufgefahrne Mist nicht allein

blos auf einige Jahre, sondern er verbessert den Boden

nachhaltig.

9. 554. Die, durch reichlich mitgetheilten Mist, porös ge⸗ machte Ackerkrume scheint mir auch vorzüglich geeignet,

aus der Atmosphäre den Pflanzen nützliche Stoffe zu absorbiren.

L. 555.

Die kräftig im reichen Boden aufgewachsene Pflanze ist blätterreicher als die magere, auf armen Boden erwachse⸗ ne, und bekanntlich nehmen auch die Paanzen nährende Theile vermittelst der Blätter auf; je blätterreicher nun ei⸗ ne Pflanze ist, desto mehr kann sie durch diese aus der At⸗ mos phäre sich aneignen, und daher um so besser gedeihen und schön ere Wh tragen.