Teil eines Werkes 
2 (1815) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 2
Entstehung
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entfernt vom Hofe lag, also schon deshalb eine thätigere Aufsicht nöthig war, und in Sachsen gar zu viel auf den Zustand einer Schäferei ankam. Doch hatte ich mir selbst einen der jungen Landwirthe als Unterdirector der Schä ferei zugeordnet.

Der Meisterknecht selbst blieb, als er sie ein Mal kannte und wirklich lieb gewonnen hatte, gern bei der ein geführten Ordnung und wich nie, ohne vorhergenommene Erlaubniß, davon ab.

Um so mehr zu beurtheilen, ob wirklich die bestimmte Quantität Futter gegeben wurde, so wurde nicht allein uweilen ein mehrmaliges Wägen der Bunde und Körbe wiederholt, sondern ich hatte mir auf dem Futterboden immer eine bestimmte Anzahl Fuder in gewissen Abtheilun gen, wo nur einzelne Sparren die Grenze bezeichneten, machen lassen. Hier konnte ich nun ziemlich genau bestim men, wie lange solch eine Abtheilung reichen sollte; dem nach konnte eine Doppelkontrolle leicht geführt werden.

§. 544.

Das für die Pferde und Zugochsen bestimmte Heu wurde täglich von dem Heubinder vom verschlossenen Bo den den Knechten gereicht. Hier konnte am wenigsten eine Unordnung vorfallen.

9. 545.

Ich brauche wohl nicht erst weitläuftig aus einander zu setzen, welchen Vortheil mir die Entwerfung und Aus führung solcher Fütterungspläne brachte; jeder Landwirth wird sie leicht auffinden. Gern entwürfe ich auch hier sol