Teil eines Werkes 
2 (1815) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 2
Entstehung
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war, desto mehr konnte davon dem Viehe vorgelegt werden, und um so mehr konnte dieses wählen und das Bessere her aussuchen.

Körner fand das Vieh wohl wenig in dem vorgelegten Stroh, aber desto mehr jungen Klee und blätterreiches Unkraut. Denn unter einen großen Theil der Gerste wurde Mäheklee und unter den Hafer Weideklee gesäet, wo⸗ von jeder in dem durch Dünger kräftig gemachten Acker⸗ boden schon im ersten Jahre unter dem Sommerge treide eine merkliche Höhe erreichte. Dann ist manches einjährige wenig schädliche Unkraut, wie z. B. die Acker⸗ winde(Convolvulus arvensis), die Folge einer reichen Düngung.

Das in den Raufen zurückgelassene Stroh wurde zur Einstreu verwendet.

Stroh vom Wintergetreide habe ich früher nie, weder den Schafen noch Kühen, verfüttert, nur die Pferde be⸗ kamen Heckerling von Wintergetreide, wozu ich das Weit zenstroh für das bessere hielt, obwohl die Pferde das Rok kenstroh lieber als Weitzenstroh zu fressen schienen.

9. 5½2.

War die Futtereintheilung im Ganzen entworfen, so wurde nun die Fütterung jeden Viehes, in Hinsicht der Zeit, vorläufig eingetheilt. Es wurde bestimmt, wie viel und welches Futter in jeder Jahreszeit, täglich dem Rind viehe gegeben werden sollte. Hierbei wurde immer auf die Trage-, Kalb- und Milchzeit der Kühe Rücksicht genom men. Kühe, welche hoch trugen oder ohnlängst gekalbt hatten, erhielten besonders reichlich die Rüben; es mußte