Teil eines Werkes 
2 (1815) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 2
Entstehung
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weil die Wolle dadurch sehr ins Gewicht fiel; nur kam es darauf an, ob es vortheilhafter war, den Schafen eini ge Fuder Kleeheu weniger, und dafür Hafer oder Oelku⸗ chen zu geben. Um dieses zu bestimmen, mußte zuvor ein Ueberschlag des Rindviehfutters gemacht werden. Da die ses aber erst im Spätherbste möglich war, so wurde der Theil des Kleeheues, welcher in der von mir, nach Krieß scher Angabe, erbaueten, isolirt stehenden Kleeheuscheune lag, späterhin erst vertheilt.

d. 540.

Bei Berechnung des Rindviehfutters mußte eine Re⸗ duction statt finden; so nahm ich z. B. an, daß 23 Fuder Rüben, wovon eines 10 Centner wog, so gut wie ein Fuder Kleeheu sind, dann daß 40 Scheffel Kartoffeln auch so gut wie ein Fuder sind.

Wenn ich nun 56 Fuder Rüben erbauete und 1400 Scheffel Kartoffeln, außer dem Samen und den zur menschlichen Nahrung bestimmten, zur Fütterung rechnen durfte, so war beides so gut als 57 Fuder Heu.

Da ich nun für jede meiner Kühe, außer den Bier trebern, der Spreu und dem Stroh noch gegen 24 Fuder als Heu berechnetes Futter, für den letzten in Ponitz ver⸗ lebten Winter bestimmte, indem sie in dem besten Zustand aus dem Winter kommen sollten, so mußten für 40 Stück, außer obigen 57 Fudern, noch 43 Fuder Grummet oder Kleeheu für das Rindvieh bestimmt werden.

Ich gestehe es offen, daß ich dieses meinem Rindvieh wirklich gegebene Futterquantum selbst für zu hoch halte,

und die Kühe es ohnmöglich bezahlen konnten. Aber ich