Teil eines Werkes 
2 (1815) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 2
Entstehung
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Wiesen erwachsen ist, macht sich leichter dürre und ver dunstet weniger auf dem Boden, als saftig erwachsenes.

9. 537.

Wenn ich daher ausgemittelt hatte, daß ich 140000 Pfund Wiesenheu und Grummet ohngefähr geerntet hatte und beides möglichst gut dürre geworden war, so rechnete ich vom Ganzen ein Fünftel ab, und vertheilte nur 112000 Pfund.

Hatte ich 160000 Pfund Kleeheu ohngefähr geerntet, so zog ich hiervon 3ab und vertheilte nur 120οο Pfund.

Es ist angenehm, gegen das Ende des Winters zu sehen, daß man weiter reicht, als man reichen wollte; man kann entweder nun noch dem Viehe etwas zulegen, oder einen größern Vorrath aufbewahren.

Im Gegentheil ist es höchst unangenehm, wenn der Winter noch nicht zu Ende ist, und das Futter sich wider Erwarten dem Ende nähert. Muß man kaufen, so kostet dies nicht allein bedeutende Summen, sondern man ist auch oft genöthigt, schlechtes, dem Viehe schädliches Fut ter zu kaufen.

U. 538.

Zuerst bestimmte ich dem Arbeitsviehe seinen Theil; aus Erfährung wußte ich, daß ein starkes Arbeitspferd, wenn es fast täglich in Thätigkeit ist und oft mit großer Anstrengung arbeiten soll, jährlich 35 Centner Heu nöthig hat. Wenn nun ein Fuder auf der Wiese 25 Centner wog, so nahm ich an, daß es nur 20 Centner wöge, und rechnete aufs Eintrocknen und Einwägen, und so mußte ich