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der angerühmten Drusenpulver; aber seit einigen Jahren lasse ich der Natur freien Lauf und empfehle nur den Knech— ten eine verdoppelte sorgsame Pflege, strenge sie wo mög— lich in der Drusenzeit nicht zu sehr an, lege auch wohl etwas Futter zu; besonders dienlich fand ich den Leinku— chentrank, und so ging die Krankheit gemeiniglich schnell vorüber, ohne daß Arzneimittel gebraucht worden waren.
§. 521.
Gegen den Sattel⸗ und Krummetdruck habe ich mit Vortheil mich des Bleiwassers allein oder eine Salbe, welche aus Bleiwasser und Bäumöl verfertigt wird, bedient.
Das Bleiwasser habe ich mir folgenderweise verfertigt. Ich füllte ein Pfund Silberglätte in eine gläserne Flasche und goß hierauf ohngefähr ein Quart gewöhnlichen Essig. So ließ ich es mehrere Tage unter öfterm Umschütteln di— geriren. Mit der klaren Flüssigkeit wasche ich nun die ge⸗ drückte Stelle. Ist aber die Wunde etwas veraltet, so trocknete mir dies Bleiwasser zu schnell, und zuweilen brach sie nach der Heilung wieder auf.
Jetzt mische ich zu einem Theil Bleiwasser etwas Baumöl, wodurch eine Bleikalksäure, die wie Milchrahm aussieht, gebildet wird; nur erfordert es ein tüchtiges Untereinanderreiben, was am besten in einem Serpentin— mörser geschieht, um die Mischung vollkommen zu be— werkstelligen. Von dieser Salbe mache ich nicht mehr auf ein Mal, als ich jedes Mal brauche; aber Bleiwasser habe ich immer vorräthig. Auf die Silberglätte gieße ich so


