Teil eines Werkes 
2 (1815) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 2
Entstehung
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Dinge leichter als auf ein kraftvolles; bei letzterm geht oft eine Erkältung leicht vorüber, aber bei dem schwachen entstehen hieraus mancherlei Krankheiten, am häufigsten

die Druse.

Gleichartig behandelte Pferde sind natürlich gleichar tigen Krankheiten ausgesetzt. In der Regel behandelt hier in einem Dorfe ein Bauer wie der andere seine Pferde; sie haben alle einen gemeinschaftlichen Weideplatz und jagt die Pferde einer hierauf. so thun dies auch alle; darum sind auch in der Regel in einem Dorfe immer mehrere Dru⸗ senkranke, gemeiniglich sind sie es zu gleicher Zeit alle, nur ist sie bei dem einen bösartiger wie beim andern. Dies hat wohl Veranlassung zu dem Glauben gegeben, daß sie meistentheils von Ansteckung herrühre. Ich will es wohl zugeben, daß ein Anstecken möglich ist, aber wahrscheinli cher ist's mir, daß in den meisten Fällen die Druse nicht ansteckend ist. Späterhin, wenn sie einen sehr bösartigen Charakter annimmt, dann findet das Anstecken leichter statt.

Auffallend war mir es, als ich, während dem ich meinen sehr verehrten Freund, den königl. Thierarzt Herrn Dr. Rumpelt, auf seinen Untersuchungsreisen begleitete, immer bemerkte, daß die Druse bei den Pferden solcher Bauern am hartnäckigsten und gefährlichsten worden war, die ihr Vieh schlecht genährt, wenige Pferde hatten und diese wenigen übermäßig anstrengten.

Nur selten haben meine Pferde die Druse, und oft ist sie kaum bemerkbar. Früher gab ich ihnen verschiedene

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