§. 51I4.
Der Knecht, welcher Pferde zu füttern hat, die er nicht vorzugsweise sein nennen kann und mit welchen meh— rere arbeiten, wird weniger dem Drang zur Futterent— wendung widerstehen können, als der, welcher nur die Pferde zu füttern hat, mit denen er nur arbeitet. Letzte— rer wird eher für seine Pferde stehlen, so gut dies ihm möglich ist.
d. 515.
Haben die Pferde einen guten treuen Pfleger an dem Kutscher oder Knecht, der ihnen nicht zu viel zumuthet, und sie ängstlich gegen Erkältungen schützt, so werden sie we— nigen oder gar keinen Krankheiten unterworfen seyn, und man wird weder Drusenpulver noch sonst etwas nöthig haben.
Wer solch einen Pferdepfleger gefundeu hat, halte ihn werth, doch beuge man dem Uebermuth auf eine glimpfli⸗ che Weise vor. Siehe im ersten Band§9. 114.
§. 516.
Ueber die Krankheiten der Pferde habe ich keine wich— tigen Erfahrungen gemacht. Erstens sind wirklich meine Pferde nicht oft krank gewesen, bei vorkommen— den Fällen habe ich mir Rath in Tenneckers Roß— arzt ꝛc. Tübingen in der Cottaischen Buchhandlung 1803— 1804; und in Ammons vollständigem Handbuch der praktischen Pferdearzneikunst ꝛc. Heilbronn am Neckar und Rothenburg ob der Tau⸗


