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und jeder sich bei vorkommenden Fuhren oder andern Ar— beiten die Pferde, mit denen er arbeitet, wählen kann. Jedem Menschen thut das Eigenthumsrecht, welches er an Dingen ausüben darf, wohl, sollte es auch nur ein einge— bildetes Recht seyn, und darum macht es auch dem Pfer— deknecht Freude, wenn er zwei Pferde während seiner Dienstzeit sein nennen darf. Wohl thut man, wenn man dies scheinbare Eigenthumsrecht so wenig, als sichs nur thun läßt, beschränkt; die Pferde und die ganze Wirthschaft werden hierbei gewinnen.
F. 513.
Hätte ich hier nicht die schon längst erprobte Einrich— tung getroffen, und nicht jedem Knecht ausschließlich ein Paar Pferde gegeben, so würden sich meine Pferde, die bei dem mäßigen Futter so ungemein viel arbeiten müssen, ohnmöglich so gut befinden können, als sie sich wirklich immer befinden. In den strengsten und rauhesten Win— tertagen müssen sie schweres Bauholz mehrere Meilen weit herholen; hierbei können die Knechte nicht immer unter strenger Aufsicht seyn; hätten sie keine Veranlassung zur Liebe zu ihren Pferden, so würden letztere der steten Gefahr ei— ner Erkältung, einer zu großen Anstrengung und einer schlechten Pflege ausgesetzt seyn. In dieser Hinsicht ist hier noch mehr Gefahr als in Sachsen, weil der Brannt— wein in hiesiger Provinz ein zu anziehendes, allgemein an— erkanntes Reizmittel für die Knechte ist, diese oft deshalb in die Krüge gelockt werden, und die hiesigen Krugsställe fast alle einen sehr schädlichen Luftzug besitzen, der oft den Pferden tödtlich werden kann und auch wirklich wird.


