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Pferde zu füttern; ich gab ihnen, dem Gewicht nach, eben so viel, als sie sonst Hafer bekamen. Sie befanden sich dabei sehr wohl, blieben bei Kräften und völlig gesund.
In der Regel wird der Hafer immer das zweckmäßigste Futter bleiben, nur besondere Fälle können eine Abände— rung veranlassen. So kann man oft die Erbsen nicht ver— kaufen, und es kann daher sehr vortheilhaft seyn, sie in die Pferde zu verfüttern. Dann aber halte ich sehr dar— auf, daß sie vielen Heckerling dabei fressen, und für vor— züglich gut habe ichs befunden, niemals lange fort Erbsen zu füttern, sondern zuweilen mit Hafer zu wechseln.
Es scheint, als wenn so der Hafer wieder gut machte, was die Erbsen übel gemacht hatten, wenigstens habe ich nichts Uebles und Nachtheiliges bemerkt; aber dann fres⸗ sen sie die Erbsen um so lieber, wenn sie solche nie eine zu lange Zeit nach einänder bekommen.
9. 510.
Für sehr vortheilhaft halte ich's, wenn die Knechte das Heu gebunden, nach dem Gewicht, täglich erhalten; so ist eher darauf zu halten, daß der entworfene Fütterungs— plan möglichst richtig ausgeführt wird, als wenn die Knechte das Heu in jeder beliebigen Menge füttern kön— nen. Aber hierzu gehören Heuböden, die gut verschlossen werden können, denn außerdem möchten es die Knechte sehr lächerlich finden, wenn man ihnen das Heu zuwiegen wollte.
In Ponitz hatte ich einen alten guten, strengen und getreuen Mann, diesem übergab ich die Heuböden, das Binden und das Vertheilen des Heues. Jeder Knecht
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