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ärmlichgefütterte drauf gehet. Drum halte ich es für klüger gehandelt, wenn der Landwirth nach und nach erst die Zahl seines Viehes vermehrt, so, daß er immer versichert ist, daß das erbauete Futter reichlich zureicht. Späterhin, wenn die Wiesen in guten Stand, die Fel—⸗ der in Kraft gesetzt sind, wird der Futterbau sicherer und dann läßt sich erst in Hinsicht der Viehzahl etwas festes bestimmen.
Auch kann es manchen Vortheil gewähren, wenn in jedem Jahre etwas Winterfutter bleibt; es kommt zu— weilen ein unvermutheter Nachwinter, wo solch ein Vor⸗ rath sehr willkommen ist. Dann fällt auch oft mitten im Sommer anhaltendes Regenwetter ein, daß es um der Gesundheit der Thiere willen nicht rathsam ist, sie aus⸗ zujagen, oder ihnen nasses grünes Futter im Stalle vorzulegen, und in diesem Falle ist es sehr gut, wenn sich noch altes, ausgeschwitztes Dürrfutter vorfindet, womit man sein Vieh auf einige Tage vollkommen gut ernähren kann. Ja, es kann Vortheil gewähren, einen Futtervorrath von einem Winter zum andern zu bringen, da zuweilen ein solch unfruchtbarer Sommer eintritt, daß kaum halb genug Futter für die etatmäßige Zahl des Viehes erbauet wird, wie dies leider für Preußen im Jahre 1811 der Fall war. Aber zu einem bedeutenden Futtervorrath für den künftigen Winter werden es wohl wenige Landwirthe noch gebracht haben, denn hierzu gehört ein sehr reichlicher Futtererbau, eine sehr richtige praktische (d. h. nicht nur auf dem Papier entworfene) Eintheilung des Futters, hinreichende gutverschlossene Futterbehält⸗ nisse und obendrein viel Selbstüberwindung.


