muß, um den erforderlichen Dünger zu erzielen, da er ja selten mit einiger Genauigkeit den Futterertrag der Wiesen und Felder im Anfange ausmitteln kann. Hat er nur ein Jahr ein Gut bewirthschaftet, so läßt sich schon eher und sicherer ein Bewirthschaftungsplan ent⸗ werfen.
§. 267.
In Hinsicht des Futtererbaues und des Dünger⸗ gewinns hatte ich mich bei Entwerfung des für Ponitz befolgenden Planes in nichts geirrt; ich erbauete auf der dazu bestimmten Fläche mehr Futter als ich er— wartete, ich brachte die Brauerei höher, als ich früher hoffen durfte, und so konnte ich mein Vieh besser füt— tern als ich früher bezweckte; ich hätte daher früher schon, als es wirklich geschah, die Zahl der Schafe ver— mehren können. Aber in Hinsicht des Düngergewinns war es wohl kein bedeutender Verlust, daß ich statt 1000 Stück nur 800 Stück Schafe durchwinterte, denn da die kleinere Zahl dasselbe Futter bekam, mit der eine größere hätte ernährt werden können, so bekam ich nicht weniger Dünger als ich von der größern bekommen ha— ben würde; nur der unmittelbare Gewinn der Schä— ferei wäre durch die größere Zahl der Schafe erhöht worden. Doch immer halte ichs für besser, zur Verzeh— rung einer gewonnenen Quantität Futter lieber zu wenig als zu viel Vieh zu halten. Das knapp ernährte Vieh gibt weniger und schlechten Dünger, wenig unmittelba— ren Gewinn und ist mehrern Unfällen unterworfen, als das reichlichgefütterte kraftvolle Vieh. Letzteres wird sel— tener krank und übersteht viele Krankheiten, an denen das


