Teil eines Werkes 
1 (1814) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 1
Entstehung
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§. 254.

Um diesen Mängeln abzuhelfen und um meine Schaf⸗ heerde vermehren und diese größere Heerde vollkommen er nähren zu können, säete ich unter den Theil Gersten⸗ oder Haferland, was im künftigen Jahre zur Weide liegen blei⸗ ben sollte, weißblühenden Klee(Trifolium repeus). Die ser überlief in dem nächstfolgenden Jahre das Feld vollkom men und gewährte eine herrliche Weide für meine Lämmer und Böͤcke.

9. 255. Einmal fehlte mir es an Samen von weißem Klee, dagegen besaß ich einen bedeutenden Vorrath von Samen des rothen Klee's, ich ließ dieserhalb letztern unter den Hafer, doch etwas dünner als wenn er zum Mähen be stimmt wäre, zur künftigen Weide ansäen. Auch dies gab eine herrliche Weide, und ich glaube mehr mit diesem ro then Klee als mit dem weißen gewonnen zu haben. Im mer bemerkte ich, daß die Heerden, besonders die Läm mer, den weißen Klee nicht gern fraßen und ihn immer zum Blühen kommen ließen. Dagegen fraßen sie den ro⸗ then rein ab, sobald er nämlich nicht zu alt und seine Stengel nicht zu hart waren.

9§. 256.

Um den besten Vortheil von solch einer Weide zu ha ben, gab ich der Heerde immer nur einen nicht zu großen, der Größe der Heerde angemessenen Strich, auf ein Mal ein; hatte sie diesen abgefressen, so wurde ihr ein andrer neben dem ersten angewiesen. So dauerte es immer einige Wochen, ehe sie ein Stück ganz beweidet hatten. Unter⸗