Eẽ;?,r,vð́ 174
auch die Samenkörner und jungen Pflänzchen an das Erdreich angedrückt und können so besser gedeihen.
§. 223.
Sobald der Hafer Rispen zeigt, wird er zur grünen Fütterung oder zum Dürrmachen gemähet; man darf ihn ja nicht zu lange stehen lassen, damit die jungen Wiesen⸗ pflanzen Luft bekommen und der Hafer auch nicht zu viel Kraft dem Boden entzieht.
Im zweiten Jahre liefert solch eine Wiese schon hüb⸗ sches Futter, doch erst im dritten Jahre, wohl auch erst im vierten, ist sie zur wirklichen, aber guten Wiese gewor⸗ den.
§. 224.
Will man aber sich nicht zum Umpflügen einer trock⸗ nen moosigen Wiese bequemen, sie aber doch recht merklich verbessern, so bleibt nichts übrig, als die Methode der Altenburger zu ergreifen, nämlich humusreiche Erde auf⸗ zufahren und gut auszubreiten. Das Moos wird mit dieser Erde bedeckt, und muß ersticken; die bessern Pflan⸗ zen erhalten durch die Erde Nahrung, und durch das Ver⸗ faulen des Mooses erhalten sie auch Platz sich zu be⸗ stauden. ö ä§. 225.
Mit Vortheil bin ich auf folgende Art zu Werke ge— gangen: ich habe im Winter meine zu verbessernden Wie⸗ sen mit humusreicher Erde, 3. B. mit gutem Teichschlamm überfahren lassen. Im Frühjahr wurde diese Erde sorg⸗ fältig gestreuet. Sie muß so dick aufgefahren seyn, daß sie, gut gestreuet, circa 14 bis 2 Zoll hoch zu liegen
——


