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§. 221I.
Gut ist es, wenn man auch etwas rothen Kleesamen mit untersäet, da auch hier, wie bei der Luzerne, anfäng⸗ lich leere Plätze so lange sind, bis sich die Wiesenpflanzen ausgebreitet haben. Auch etwas Samen vom weißen Klee mit untergesäet, bringt Vortheil; wächst auch dieser Klee zu keiner beträchtlichen Höhe, so liefert er doch ein gutes Dürrfutter; er gehört dann auf der Wiese zum gu⸗ ten Untergrase. Je mannigfaltiger die guten Futter— pflanzen auf einer Wiese sind, desto mehr ist sie werth, und um desto sicherer scheint mir ihr Ertrag zu seyn, denn ich habe bemerkt, daß in einem Jahr diese Wiesenpflanze besser gedeiht und mehr Futter darbietet, als in einem an— dern Jahr, wenn eine nebenstehende in demselben Jahr ärmlich dastehet, die vielleicht im Jahr drauf wieder jene übertrifft. Es ist dies wahrscheinlich eben so, wie bei den verschiedenen Feldfrüchten zu erklären.
9. 222.
Ist alles gesäet und einige Mal gut geegt, so kann entweder sogleich die neue Wiese zwei Mal hinter ein— ander gewälzt werden, oder es kann dies auch erst gesche⸗ hen, wenn der Hafer aufgegangen ist; es kann auch ein
eal gleich nach der Saat, und das zweite Mal, wenn der Hafer aufgegangen ist, gewalzt werden. Daß das zweimalige Walzen über das Kreuz geschieht, versteht sich wohl von selbst. Dies Walzen hat zweierlei Vortheile, der Hauptvortheil ist das Ebenen, damit sich die neue Wiese gut mähen läßt; aber durch das Walzen werden


