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einer gewissen Vollkommenheit. Während dieser Zeit war mein ehemaliger würdiger Lehrer, der Herr Prediger Tho— merus, immer so gütig, mich oft bei sich zu haben, und mir durch seine Lehren zu nützen. Diesem Mann habe ich in Hinsicht der Bildung meines Geistes am meisten zu danken; er machte mich auf vieles aufmerksam, worauf ich durchaus ohne ihn nicht gedacht hätte, und von vie— lem brachte er mir doch einen deutlichen Begriff bei. Nach seiner und meines, um einige Jahr ältern Bruders, der dort Mediein studierte, Anleitung betrieb ich sehr emsig das Studium der Botanik. F. 7.
Meine gute Mutter war schon dem Vater gefolgt, als ich kaum 13 Jahre alt war; dies war die Veranlassung, daß einige Jahre später der Pacht aufgegeben, und unsere Habe in 5 Theile getheilt wurde. Ich mußte mich also um ein Unterkommen bemühen: einer meiner Verwandten, Herr Inspector Agner, pachtete in der Nͤähe von Meißen, und nahm mich zu seinem Gehülfen an. Herr Agner ist als ein sehr denkender Landwirth bekannt, ich profitirte demnach viel von ihm; vorzüglich gewann ich dadurch viel, daß er mir die Ausführung der gemeinschaftlich entwor— fenen Plane meistens ganz überließ, und er sich überhaupt scheinbar wenig um die Wirthschaft bekümmerte. Hierdurch bekam ich das Directionsgeschäft ziemlich vollkommen in— ne, ich lernte nachdenken und selbstständig wirthschaften. Hatte ich einmal gefehlt, oder vielmehr war ich im Begriff zu fehlen, so wies mich Agner mit vieler Güte zurecht. Die Wirthschaft Herrn Agners galt weit und breit für eine Musterwirthschaft, und sie verdiente dies; besonders


