Teil eines Werkes 
1 (1814) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 1
Entstehung
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in dieser ausgedehnten Wirthschaft alle Branchen vereint waren, und alle in großem Umfange betrieben wurden, aber leider blieb mir nicht viel Zeit übrig, alles so zu be nutzen, wie ich es hätte benutzen sollen. Die mehreste Zeit mußte ich die Specialaufsicht über 12 Drescherweiber füh⸗ ren, welche täglich auf dem Gute arbeiteten; bald Flachs jäteten, bald Kraut hackten, Erdäpfel legten, bald Flachs rauften, rüffelten, breiteten u. dergl. Arbeit mehr verrich⸗ teten. Wie langweilig dies für einen jungen Menschen von 15 Jahren, dem die ganze Welt zu enge war, seyn mußte, läßt sich leicht denken; das, was ich noch hätte benutzen können, ließ ich unbenutzt, weil mich niemand anleitete. Froh war ich, als mein Bruder mich in der Wirthschaft

zu Hause vermißt hatte, und mich, da ich nur ein halbes

Jahr bei meinem Onkel war, wieder zur Hülfe nach Hause rufte. Hier bekam ich alle Hände voll zu thun, ich be sorgte wieder den Garten, ich war fast alleiniger Brau⸗ meister, da der eigentliche Braumeister mehrere Stunden entfernt wohnte, und nur zuweilen herzu kam; nur leider verstand dieser gute Mann selbst nicht viel von der Braue⸗ rei, konnte mich also wenig davon lehren; doch ich lernte doch so viel, als er selbst wußte. Dasselbe galt von der Branntweinbrennerei, bei welcher man ganz empirisch verfuhr. 36

deine Neigung zur Schnitzelei hatte sich nicht verloren, ich hatte ihr immer nachgelebt; ich wagte mich nun oft an große Dinge, und arbeitete z. B. recht leidlich ein Paar Wagenleitern aus. Oft verrichtete ich freiwillig alle Handarbeiten anhältend, und lernte ziemlich alle bis zu