Teil eines Werkes 
1 (1814) Erfahrungen im Gebiete der Landwirthschaft. 1
Entstehung
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lv 6 e

Regel de Tri waren ihm fremde Dörfer, und die Algebra fremde weit entlegene Länder, auf die er gar nicht zuzu⸗ kommen wagte.

9. 4.

Der würdige Prediger desselben Ortes, der jetzige Herr Superintendent Thomerus in Glaucha, wurde hier mein zweiter Vater; es dauerte ihn, daß mein lebhafter Geist un⸗ ter solchen Umständen versauern sollte, er nahm sich meiner sehr thätig an, aus eignem Antriebe übernahm er einige Unterrichtsstunden, in welchen er mich die Naturgeschichte, Religion, Geographie u. dergl. lehrte. Die übrige Zeit, denn ich verlebte fast zwei Jahre alle Stunden bei ihm, brachte er mir einen Begriff von Physik und von Mathema tik bei; er liebte den Gartenbau und vorzüglich die Pomo⸗ logie, und wurde auch hierin mein Lehrer.

9. 5.

Schon während dem, ich war kaum 13 Jahr, wurde ich in der Wirthschaft zu allem gebraucht, ich mußte alle Handarbeit anhaltend mitmachen, was mir nichts schadete, vielmehr viel nützte; im 14. Jahr war ich dirigirender Gärtner im Blumen⸗, Obst⸗ und Küchengarten, durfte dies aber nur als Nebensache betreiben, und mußte den Feldbau, Brauerei und Branntweinbrennerei zur Haupt sache machen. In dieser Zeit machte ich schon gern Ver suche, so bauete ich z. B. schon dort(1794) Kartoffeln aus Samen. Damit ich doch auch eine andere Wirthschaft kennen lernen sollte, wurde ich zu einem Onkel, welcher Administrator eines bedeutenden Gutes war, gethan. Hier hatte ich wirklich Gelegenheit, viel zu profitiren, weil