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den, weil sie von dem Streben für das gemeine Beste ab⸗ halten). Wie sehr sie dem Körper und Geiste Schaden zufügen, hat Renophon ausführlicher zu lehren gesucht). Das viele Sitzen, im Hause, zum Theil gar am Feuer, macht den Körper schlaff, stumpft dadurch auch den Geist ab; die Liebe zum Vaterlande, zu den Freunden, wird geschwächt. Diese Wirkungen werden dem günstigen Einflusse des Landle— bens gegenübergestellt. Landleute werden dem Feinde Wider— stand leisten, Handwerker aber sich in die Stadt flüchten 5). Unentbehrlich sind, nach Aristoteles, die Handwerker im Staate allerdings, aber ihr niedriges Geschäft macht sie der vollen Bürgertugend unfähig, und sie können deßhalb in einem vollkommnen Staate nicht das wahre Bürgerrecht, nämlich die Theilnahme an der Regierung, besitzen, obgleich fie es in manchen Staaten haben. Handwerker und Taglöhner(Gyres) unterscheiden sich von den Sklaven nur dadurch, daß sie die dienstbaren Verrichtungen(eoya aνανρνν) Vielen, diese aber nur einem Einzigen leisten 4). So war einer der beiden Stände, die jetzt die Völker wohl— habend, die Staaten mächtig machen, der ehrwürdige Händ—⸗
werksstand ungekannt, verachtet. Er mußte auch unschein—
bar werden, da es meistens größere Gewerksanstalten gab, in denen der Unternehmer Muße und Mittel hatte, sich den anderen Ständen beizugesellen, der Arbeiter aber den Sklaven näher stehen mußte. Es war eine seltsame, nur in kleinen Staaten mögliche Umkehrung des natürlichen Verhält⸗
nisses, daß die Masse der Bürger, Anderen die Arbeit über—
1) De legib. VIII. 2) Oecon. C. 4. 5) Ebend. C. 6. 4) Polit. III. 5.


