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tus). Am stärksten drückt sich Cato aus; auf die Frage, quid(expediret) foenerari? erwiederte er, quid homi- nem occideré? 2). Cicero selbst lehrt ganz einfach: Primum improbantur ii quaestus, qui in odia homi- num incurrunt, ut portitorum et foeneratorum 5). Wie weit waren diese Weisen entfernt zu vermuthen, daß nach 2000 Jahren von Zinsen leben eben so edel und anstän⸗ dig seyn würde, als von Grundrenten! Aber auch sie hätten es dafür gehalten, wenn sie es in den Gränzen gekannt hät⸗ ten, die es jetzt einschließen.
z. Lohngewerbe, ursSapvιν⁴. Für Lohn eine gemeine Arbeit zu üben, schien eine Art von Dienstbarkeit 4), während die Ausübung einer höheren, zugleich den Geist be—⸗ schäftigenden Kunst ehrenvoll war. Die Lohngewerbe zerfal⸗ len wieder in
a. Handwerke, und b. ganz kunstlose Arbeiten, dei denen bloß die Kör⸗
perkraft wirkt 5).
Die letzteren sind am meisten sklavisch. Aber auch die Handwerke werden nach einstimmigem Urtheile für sehr un—⸗ rühmlich gehalten, und schon die Benennung:„niedrige, schmutzige Künste(Gaν⁴ονοι πεκνννινι bringt diese Vorstellung mit sich. Nach Platon darf man sie im Staate nicht dul⸗
1) Ann. VI. 16.
2) Cicero, de offio., am Ende des 2. Buches.
3) Ebend. I. 42. Vergl. Seneca, de beneficiis, VII. 10.
4) Illiberales autem et sordidi quaestus mercenariorum omnium, quorum operae, non quorum artes, emuntur. Eaet enim in illis ipsa merces auctoramentum servitutis. Cie. off. I. 42.
5) Aristot. Polit. I. 11.
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