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Ansichten der Volkswirthschaft mit besonderer Beziehung auf Deutschland / von Karl Heinrich Rau
Entstehung
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ohne Beistand anderer zu leben; viele sind zufrieden, wenn sie sich selbst genug für ihre Bedürfnisse verschaffen können; solche aber, die nicht bloß ihr Hauswesen erhalten, sondern auch wohlhabender werden, damit sie dem gemeinen Wesen nützen und ihren Freunden beistehen), muß man diese nicht hülfreiche und gewaltige Männer nennen? Daher sind auch nur die Arten des Erwerbes vollkommen zulässig, welche keine nachtheilige Wirkung auf Ausbildung des Gei stes und Körpers äußern. Und da der Erwerb so sehr unter sittliche Gebote gestellt wird, daß er nicht bloß Gränzen, sondern auch seine Leitung aus ihnen erhält, so konnte Xenophon wohl seine ganze Oekonomik auf einen in diesem Grade veredelten und geläuterten Zweck richten.

Weit zusammenhängender und ausführlicher hat Aristo⸗ teles diese Sätze entwickelt; sie gewähren uns in seiner Darstellung eine vorzüglich deutliche Einsicht in die Art, wie die Alten die verschiedenen Zweige der Gewerbsthätigkeit zu betrachten pflegten. Die Zusammenstellung seiner Hauptge danken ist indeß bei der lückenhaften Beschaffenheit seines Werkes, wie wir es besitzen, sehr schwierig und kann nur als Versuch gelten.

Der Reichthum(xNovros) besteht aus den Gütern, welche zum Leben nothwendig und dem Staate und Hause nützlich sind; sie können wie Werkzeuge der Künste angesehen werden, und der Reichthum läßt sich daher als eine Menge von Werkzeugen oder Mitteln für Haus und Staat erklä ren 2). Im Hause aber ist das Vermögen nicht Zweck an

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