8 ist in dem angeblichen zweiten Buche der Oekonomik nur von wirthschaftlichen Angelegenheiten die Rede), und die— se selbe Bedeutung hat sich im heutigen Sprachgebrauche erhal⸗ so ten; nur ein seltsamer Mißverstand ist es, Oekonomie für uc einen vornehmern Ausdruck statt Landwirthschaft zu nehmen. rit Wie man indeß über den Begriff der Oekonomik ver⸗ nat schieden denken mochte, so leuchtet doch ein großer Gedanke sud überall deutlich hervor: daß nämlich das Vermögen nicht welch bloß des Genusses willen begehrt werden dürfe, sondern als sis Mittel eines sittlichen und würdigen Lebens, und nur so fitlic weit, als es dieses seyn kann. sonde Suchen wir zuvörderst die einzelnen Ausdrücke dieser den Wahrheit auf, so zeigt sie sich in Platons Werken auf Gd mannichfaltige Weise dargestellt, z. B. in seiner Eintheilung 1 der sämmtlichen Güter 2). Er unterscheidet nämlich die teles göttlichen und menschlichen Güter; jene betreffen Geist und Dust Gemüth, diese die Sinnenwelt, und unter den letzteren nimmt die Al der Reichthum CxRoπο nach der Gesundheit, Schönheit Hetrac —* und Stärke die vierte Stelle ein. Plato leitet mehr Fol— danker I gerungen für die ideale Gesetzgebung des Staates daraus ab; Verke Xenophon aber hat vielmehr den Einzelnen im Auge. l V „Viele Menschen,“ sagt er 5),„sind nicht im Stande,— ö 1) Man könnte schon daraus vermuthen, daß dasselbe sehr ache spat geschrieben worden sey, weil darin die Vorstellung einer nüblich großen Monarchie herrscht; es werden nämlich vier Wirthschaf⸗ verden ten angenommen, erstens des Staatsoberhauptes C(SaSιιι Ion zweitens einer Provinz r, drittens einer Stadt, m Cxolirixy, welches Wort nun nicht mehr staatlich heißt, weil die Stadt nur ein Theil des Staates geworden ist); vier⸗ tens Haus- oder Privatwirthschaft, 10πποτιν vougr 2 Leg. I. 2
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