Teil eines Werkes 
1 (1801) Entwurf einer Ackerbau-Theorie nach der Natur und den neueren Erfahrungen systematisch geordnet. 1
Entstehung
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355 durch ihren lebhaften Wuchs hinlänglich; allein auch diesen scheint ein ähnliches Schicksal, nach Verlauf des dritten vollen Nutzungsjahres, bei hoher Temperatur, und bey etwa nach öfterer Kleeansaat dazu, wohl noch frü her bevorzustehen.

Bei Erbsen, die in Ansehung des gemeldeten Um standes mit dem Klee in gleichem Falle sich befinden, scheint doch oft entweder durch niedrige feuchte Witte rung, oder sonst bei zu niedriger Ackertemperatur, die Kraft, durch lebhaften Wuchs ihre Selbsterhaltung zu bewirken, gefährdet zu werden. Zuweilen wird durch den Zufluß der Umstände das Gedeihen denn so sehr er⸗ schwert und die Temperatur so nachtheilig, daß der Acker durch Unkraut verdorben wird, nicht allein die Erbsen selbst dabei mißrathen, sondern auch das Feld für die darauf folgende Frucht untauglich und unrein bleibt. In diesem Falle ist die Kraft des Unkrautes besonders groß, und die des natürlichen Graswuchses bekannt ge nug: sogar daß man, wenn man aus dieser Ursache einen Acker, ehe er bei der Koppelwirthschaft zur Weide lie gen bleibt, mit einer Hülsenfrucht zuletzt besäet hat, alsdann gewiß seyn kann, daß das darauf in der Folge wachsende natürliche Gras durch einen weit bessern und frechern Wuchs sich auszeichnen werde; welches sonst nach einer Sommerfrucht keineswegs zu erwarten, und ganz ungewöhnlich ist. Bei Lucerne, Esparsetten ist meist im Anfange ihres frühern Wachsthums, wenn keine hohe Ackertemperatur sie dagegen sichert, derselbe Fall und gleiche Verhinderungsursachen vorhanden.

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