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12 Neuntes Capitel. Verhaltnisse
nun die ahande der Gerichtsbarkeit ihrer Ein— setzung; so hande in sie wider die natürliche Ord— nung des hochsten Gesetzes, und sind dann wei⸗ ter nichts mehr, als Werkzeuge des allgemeinen Unglücks und ihre⸗ eignen Schädens, welcher jederzeit mit dem Schäden des Publicums ver⸗ bunden ist. Die Gerechtigkeit ist göttlichen We— sens; sie ist unter allen erhabnen Eigensihaften diejenige, deren Strahlen am tiefsten ins mensch⸗ liche Herz dringen und sich demselben aufs festeste einprägen: sie ist die Basis der Regierungs-Ge—
walt, und der Bestallungs⸗Titel zu der Herr— schaft der Mächte, die durch das Gesetz, und zu folge des Gesetzes, über die Völker eingesetzt sind, um die Beobachtung des Gesetzes selbst sicher zu stellen; eine verehrungswürdige Anstalt, die, gerade eben darum, desto besser in unserm Verstände zu weilen geneigt ist. Alle Menschen sind von den Gerechtsamen dieser geheiligten Ge— walt unterrichtet; und die Billigkeit ihrer Staats⸗-Verwaltung wird durch die Evidenz, durch das Licht selbst, welches die Menschen er⸗ leuchtet, durch die Schönheit und Würde der wesentlichen Ordnung reguliret, welche die mo— ra liche und physische Verschlimmerung des De⸗ positums, das ihr anvertrauet ist, verbietet.
Die Sophistereyen der sind nicht vermögend, diese wesentliche Wahrheit, die al⸗
len Menschen von der höchsten Weisheit einge⸗ haucht ist, und die überall die Wege der göttli⸗
chen Vorsehung, überall die zuvor verordnete
Mitwirkung aller, der allgemeinen Ordnung un—
terworfenen Ursachen, überall die von frey und verkehrt wirkenden Ursachen herrührenden Ord—
nungs⸗Zerstͤhrungen, welche davon abweichen,
erkennt, zu verdunkeln. Was ist denn nun, in — Bezie⸗
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