442 Achtes Capitel.
bey freyer Concurrenz des auswärtigen Handels, die Manufacturen so viel, als ihnen beliebt, ver⸗ mehren mögen. Nur aber machet euch keine Hoffnung, daß durch solche Fabricanten-Be⸗ schäfftigung zum Rachtheile der Einkünfte des Territoriums, von denen die übrigen Menschen⸗ Classen ihren Unterhalt bekommen, die Bevölke⸗ rung zunehmen könne. Die Manufactur⸗ und Fabrik-⸗Unternehmer sind kluge Leute, die ihre Schritte mit dem Maaß und Gewicht in der Hand thun; und man sieht wohl den Punct, wo
sie Halte machen und stehn bleiben müssen. Es 3 Hüt Auf diesen gemeßnen Zustand würde sich duns zu er' gleichwohl der glücklichste Erfolg eurer falschen weilern; aber Begriffe vom Anwachse der Bevölkerung ein⸗ 35r Orhnen au schränken. Ist es also nöthig, die Bevolterung setzen. zu erweitern; so ist es auch nöthig, die Ein⸗ künfte und die Ausgaben, von denen sie ihren Unterhalt bekommen soll, zu vermehren: oder eure Methode, sie zu vermehren, gereicht ge— rade zur Verringerung, Zerstöhrung und Ver— nichtung derselben. Die Bevölkerung ist an ge— wisse Gränzen gebunden: aber diese Gränzen sind nicht willkührlich, sondern sie stehen unter Regeln, durch deren Beobachtung die Natur, wenn wir ihr nach ihren eignen Gesetzen dienen und sie be⸗ leben, ihre Geschenke und die ächten Unterhalts⸗ Mittel von Tage zu Tage immer mehr erweitern Bevölkerung wird. Die physischen Gränzen der Bevölkerung, anderd eeneit die unwiderstehlich von den Erzeugnissen der tern, als durch Natur abhängen, werden mit ihnen gleiche Aus⸗ Wrer pöollichen dehnung gewinnen. Mithin dürfen wir einzig Gränzen. und allein auf diesem Wege für Bevölkerung sorgen. Also bekommen wir die gemeßne Zahl der Volks⸗Menge nach einer festgesetzten Masse von Einkünften. Vermehret ihr die Einkünfte; so
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